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Internetzensur in Österreich

Österreichs Provider zu Netzsperren

Am 27. Mai veranstaltete die ISPA (Internet Service Provider Austria) eine Informationsveranstaltung mit Experten zum Thema "Sperren im Internet".
Der Grundtenor bei der Veranstaltung: Mit technischen Sperren könne man kein gesellschaftliches Problem lösen. Netzsperren seien teuer, leicht zu umgehen und somit bestenfalls Behinderungen.
Selbst der Vertreter des Bundeskriminalamtes sprach sich zwar für Web-Filterung von "Pay per view"-Seiten aus, bezeichnete Sperren aber als "kein Allheilmittel". Man wolle in Österreich keine Seiten sperren, die wie "Quelle-Katalogbilder aussehen". (orf-futurezone)
Die ISPA selbst schreitet schon lange mit gutem Beispiel voran und betreibt bereits seit 1998 sehr erfolgreich das Portal "Stopline" (noch mit einem "p") zur anonymen Meldung von kinderpornografischen oder rechtsextremen Inhalten im Netz.
Seither gab es über 18.500 Meldungen von Verdachtsfällen. Davon waren 90 Prozent der Kinderpornografie zuzuordnen und zehn Prozent Rechtsextremismus. Von den gemeldeten Fällen entpuppten sich 30 Prozent tatsächlich als illegale Inhalte.